Thermographie,
Wärmebilder
Was hat es damit auf sich?
Fangen wir mit einem
einfachen Beispiel an. Das Bild unten zeigt ein ganz normales
Dachfenster:
Nun
das nochmal, diesmal aber im Infrarot-Bereich, also Darstellung der
Wärmeverteilung:
Die Temperaturen trägt
die Software ein. Die sind bei der verwendeten Kamera nicht
manipulierbar. Grundlegend ist, das die Farbe grün die
überwiegende Temperatur anzeigt. Rot ist wärmer, blau ist
kälter.
Jetzt muß man noch Zusammenhänge kennen
und berechnen. Gehen wir jetzt einmal von der hier gemessenen
Temperatur der Decke von ca. +19 °C aus und der vor Ort
gemessenen relativen Luftfeuchte von 52 %. Dann ergibt sich die
sogenannte Taupunkttemperatur bei ca. + 7 °C.
Auf dem
Wärmebild ist nun zu sehen, daß im Rahmenbereich die
Temperatur lediglich + 8,1 °C beträgt. Also gefährlich
nahe an der Taupunkttemperatur. Noch fällt zwar kein Tauwasser
in Form von flüssigem Wasser aus, aber die relative Luftfeuchte
steigt auf über 80 %.
Damit ist die Schimmelgefahr
gegeben. Der Schimmel läßt sich nicht bitten, der kommt
bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Nun muß man noch
berücksichtigen, daß zum Zeitpunkt der Aufnahme die
Außentemperatur ca. - 2°C betrug. Sinkt die noch weiter ab,
sinkt auch die Temperatur des Rahmens unter den Taupunkt, so daß
hier schlichtweg Wasser runtertropft.
Beliebte Ausrede ist dann: „Sie lüften falsch!“. Die Bilder beweisen das Gegenteil.
Und genau dafür setzen wir diese Kameras ein: für Schwachpunkte. Die müssen sowohl von außen als auch von innen erfaßt werden. Einen Energieverbrauch oder die Qualität der Wärmedämmung kann somit nicht bestimmt werden. Jedenfalls nicht ohne weitere Hilfsmittel (die haben wir aber auch).
.... wird fortgesetzt ......